Monteverde in Costa Rica. Südlich vom Laguna de Arenal liegt der Ort Monteverde. Mitten im costa-ricanischen Regenwald. Bei strömenden Regen auf mit Schlaglöchern überzogenen Straßen kamen wir nach ersten Orientierungsproblemen im Dunkeln an. Am nächsten Tag stand einiges auf dem Tagesprogramm:
- Ficus La Raid Trailhood
- Sky Walk
- Kaffee-Tour
- Nachtwanderung
Nach unserem in Costa Rica üblichen Frühstück aus Joghurt, Granola und regionalen Früchten sind wir um 7:30 Uhr an unserem ersten Stopp angekommen: Ficus La Raid Trailhood. Dieser Ort ist bekannt für seinen brückenartigen Baumstamm über einen Fluss hinweg. Aufgrund der Nässe und des feuchten Untergrunds sind wir nur zu der Hauptattraktion zu Fuß gelaufen und wieder umgekehrt. Von dem Wanderweg, den wir nur erahnen konnten, haben wir an der Stelle abgesehen. Somit war dies nur ein erster kleiner Stopp.
Weiter geht’s Sky Walk von Costa Rica Sky Adventures. Bei dem Anbieter könnt ihr auch Zip Lining Touren buchen. Wir entschieden uns hier nur für den Sky Walk ohne Guide. Zum Einen war dies preislich am günstigsten, zudem konnten wir selbst entscheiden wie oft wir die Wege ablaufen und eben auch wie schnell. Diese Flexibilität wollten wir uns wahren. Im Nachhinein kann ich sagen: Dies ist einer der, wenn nicht sogar der Lieblingsort auf unserer Costa Rica Reise. Der Blick von oben über und mitten durch den Dschungel – atemberaubend schön. Die hohen Erwartungen, die wir an den „richtigen“ Dschungel bei der Planung und Vorfreude auf den Urlaub hatten, wurden hier mehrfach übertroffen. Der andauernde Regen sorgte dafür, dass der Regenwald seinem Namen gerecht wurde. Mystisch! Auch die Tierwelt hat sich blicken lassen. Eine rundum tolle Erfahrung! Insgesamt waren wir gute zwei Stunden vor Ort. In der Zeit müsst ihr euch nicht hetzen und könnt die Erfahrung eingehend genießen.
Beim Mittags-Kaffee und einer geteilten Zimtschnecke haben wir spontan noch eine Kaffee-Tour mitten in den Kaffeeplantagen Costa Ricas gebucht. Da der Nachmittag wohl nicht so beliebt war, waren wir dann ganz alleine mit unserem Guide Guillermo von „Coffee Tour Café Monteverde“. Das war zuvor so auch nicht auf unser Liste, doch manche Dinge ergeben sich einfach. Insbesondere die Region um Monteverde ist bekannt für ihren regionalen Kaffeeanbau. Guillermo zeigt und lehrte uns alles von der Pflanze bis zur gerösteten Kaffeebohne. Sein Wissen gepaart mit seiner Leidenschaft für diese Bohnen und insbesondere den nachhaltigen Anbau begleiteten die Besichtigung des Geländes stets. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Artenvielfalt der Flora und Fauna wurden wir über die Wichtigkeit des Ur- bzw. Mischwaldes aufgeklärt. Diese fördert Guillermo auch auf seiner Farm. Zudem haben wir auch erfahren, dass zur Saison immer Gastarbeiter aus Nicaragua auf der Farm arbeiten – für mehr Lohn als üblich in der Branche. Er selbst hat auch eine Vergangenheit in Nicaragua. Laut ihm ist einer der Gründe für den Wohlstandsunterschied zwischen Costa Rica und Nicaragua wohl, dass die Costa Ricaner wissen, wie wichtig Tourismus und Ihre Natur für den Wohlstand sind. Dieses ausgeprägte Verständnis fehlt den Menschen in Nicaragua. Zu guter Letzt durfte eine Probe der verschiedenen Kaffeesorten nicht fehlen. Der Kaffee wird weltweit verschifft, es gibt auch einen Online-Shop: www.cafedemonteverde.com. Insgesamt war die Tour ein voller Erfolg und eine wahnsinnig interessante Erfahrung. Insbesondere für uns Kaffee-Liebhaber. Aber auch für Nicht-Kaffee-Liebhaber ist das eine Erfahrung wert. Absolute Empfehlung!
Der Tag war damit jedoch noch nicht rum. Beim Abendessen in unserem Hostel Cattleya Monteverde entdeckten wir einen Flyer mit der Aufschrift „Night Adventure Tour„. Naja, eigentlich sind wir für solche Art von Abenteuer eher weniger zu haben. Wieso wir uns entschieden haben das doch durchzuziehen, wissen wir gar nicht mehr. Abgeholt von einem Shuttle-Bus vor unserem Hostel ging es in Richtung Regenwald. Dort mussten wir noch Dokumente unterzeichnen, dass wir auf eigene Gefahr mit in den dunklen Regenwald gehen. Dabei wurde es uns schon recht unwohl. Ausgestatt mit einer Taschenlampe und Ferngläsern, vorbei an giftgrünen Schlangen und über Ameisenarmeen, waren wir auf der Suche nach Affen und Faultieren. Entfernt haben wir dann auch welche entdecken können. Nach etwa einer Stunde war der Spaß wieder vorbei. Die Nachtwanderung war schon eine sehr wilde und wohl einzigartige Erfahrung, jedoch müssen wir sagen, dass wir das nicht nochmals machen würden.
Zusammenfassend kann sich sagen lassen, dass wir an dem Tag mit der Sky Walk Tour durch den Regenwald und der Kaffee Tour zwei der größten Highlights unserer Costa Rica Reise an einem Tag erleben durften. Dafür sind wir unendlich dankbar!



